Neubau Gerätehaus

Durch einen Wasserschaden hat sich der Einzug um 6 Monate verschoben!!

Jetzt ist es soweit!

Am 29.04.17 ist Einweihung  

und am 30.04.2016  Tag der offenen Tür !

Sie sind alle Herzlich willkommen, schauen Sie sich unser neues Domizil an,

wir freuen uns auf Sie.

 

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Nach jahrelanger Planung steht nun der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Thalmässing an. Ende März 2015 haben die Bauarbeiten in der Münchener Straße Richtung Greding begonnen. Baupläne und Ansichten sowie weitere Informationen sind auf der Homepage der Marktgemeinde abrufbar.

  

Am 23.03.2015 wurden die langersehnten Bauarbeiten am neuen Gerätehaus begonnen. Das Gelände wurde abgesteckt, Wasser und Strom vom gegenüberliegenden Lager des Bauhofs unter der Staatsstraße verlegt. Die ersten Erdarbeiten begannen in der Woche vor Ostern, das Gelände wurde mit viel Bauzaun abgesperrt. Dieser Zaun erlag allerdings in weiten Teilen bereits am 31.03.2015 dem über Deutschland hinweg ziehenden Orkan „Niklas“. Nach kurzer Osterpause wurde ab 07.04.2015 wieder weiter gebaggert. Die Erdarbeiten gehen zügig voran, mittlerweile ist bereits die gesamte Baugrube erkennbar.

Der Aushub mit Bodenplatte:

Der Hochbau entsteht!

Ansicht 1 – von der Straße

Ansicht 2 – von oben

Bilder Baufortschritt: Arthur Arauner


 

Grundsteinlegung am 05.06.2015

Den Grundstein für ein „atemberaubendes Kapitel“ in der Geschichte der Feuerwehr, aber auch in der der Marktgemeinde insgesamt wollte Bürgermeister Georg Küttinger am Freitagabend auf der Baustelle des neuen Gerätehauses an der Münchener Straße legen. Für diesen Moment war der neue Standort am Ortsausgang Richtung Greding mit Fahnen, Bäumchen und einer Skizze des neuen Baus geschmückt worden.

Begleitet von der Musik der Jugendkapelle Thalmässing Sound war der Tross aus Mitgliedern des Marktrats, der Feuerwehrspitze, Firmenvertretern und den Mitgliedern der Thalmässinger Stützpunktwehr flotten Schritts zur Baustelle geeilt. Dort wartete schon die Kupferrolle darauf, mit Plänen, Münzen, den Tageszeitungen und eben der Urkunde für die Grundsteinlegung gefüllt zu werden. Küttinger verlas den Text, der späteren Generationen sagen soll, wer an diesem denkwürdigen Tag Präsident, Kanzlerin, Bürgermeister, Kreisbrandmeister und Kommandant war. Und der Bürgermeister rollte Pläne und Zeitungen fein säuberlich zusammen und verschnürte kunstvoll das Bündel mit einem Band in den Farben der Kommune. Alle wollten Hand anlegen, als die Kupferrolle mit ihrem informativen Inhalt im Grundstein versenkt wurde, häuften gründlich Mörtel auf, damit der Grundstein auch richtig gut sitzt. „Jetzt haben wir die Urkunde vergessen“, stellte plötzlich der Bürgermeister mit Blick auf das Rednerpult fest. Eine erste Schrecksekunde, dann schallendes Gelächter. Also noch einmal alles von vorne: Mörtel abkratzen, Platte abheben, Kupferrolle öffnen, Urkunde einrollen, Kupferrolle schließen und wieder versenken. Und dann noch einmal den Stein darauf.

Kein Wunder, in Thalmässing wird ja nicht oft ein Grundstein gelegt. Und auf diesen ganz besonderen Grundstein hat die Feuerwehr lange gewartet, wie der Bürgermeister erläuterte. 1991 hatte sie zum ersten Mal einen Antrag auf ein neues Haus gestellt, das ihr Gerätehaus aus dem Jahr 1973 ersetzen sollte. 2006 gab es die ersten Planungen für ein Haus am alten Standort an der Florianstraße, die aber nicht gefielen. Zusammen mit dem Feuerwehrhaus sollte gleich ein neuer Bauhof errichtet werden, so der nächste Gedanke. 2009 begann die Suche nach alternativen Standorten. 2011 brachte das Marktratsmitglied Georg Hussendörfer den jetzigen Standort ins Gespräch, auf den man sich schließlich einigen konnte. Immer wieder wurde neu geplant, weil die Kosten exorbitant in die Höhe schossen. Im August 2013 fiel schließlich die Entscheidung, das Feuerwehrhaus ohne Bauhof zu bauen – „zähneknirschend“, wie der Bürgermeister betonte. Drei Millionen Euro soll das Haus ohne Erschließung nun kosten, „ein stolze Summe“, wie Georg Küttinger feststellte. Er zeigte sich aber auch überzeugt, dass es „ein Haus wird, auf das wir stolz sein können“.

Allerdings gebe es dort, wo Licht sei, auch Schatten. Einer dieser Schatten sei die enorme Preissteigerung. 1973 habe das alte Feuerwehrhaus umgerechnet 215000 Euro gekostet.Heute dürfte es knapp 500000 Euro kosten – einer Preissteigerung um 130 Prozent. Tatsächlich werde es aber sechs Mal so teuer. Das liegt zum einen daran, dass es doppelt so groß wird wie das alte und zum anderen, dass die Anforderungen an Gebäude und Ausstattung viel höher sind als 1973. Eine Bemerkung wollte sichKüttinger nicht verkneifen: 1973 hat die Firma Assenbaum Planung und Bauleitung unentgeltlich übernommen, beim neuen Feuerwehrhaus liegen alleine die Honorare für Architekten und Ingenieure deutlich höher als die gesamten Baukosten damals. Kein Geheimnis sei es, so der Bürgermeister, dass die Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro kplan keine Liebesheirat gewesen sei. Dieses Büro hatte zur Feier auch keinen Vertreter geschickt. „Wenn der Honig weggeschleckt ist, gibt es keinen Platz mehr für Illusionen über den Partner“, verglich der Junggeselle diese Zusammenarbeit mit einer Ehe. Trotzdem war er sich sicher: „Das neue Feuerwehrhaus wird ein Prachtstück.“ Das sei auch denen zu verdanken, die in ihrer Freizeit an der Planung mitgewirkt hätten. Dass Thalmässing als letzte Gemeinde im Landkreis nun ein neues Feuerwehrhaus bekomme, freute Landrat Herbert Eckstein sehr. Er kann die lange Geschichte schließlich in einigen Ordnern voller Briefe und Schreiben nachlesen. Auch ohne neues Feuerwehrhaus habe die Thalmässinger Wehr in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet, attestierte er. „Ein neues Haus macht keinen Einsatz besser, aber ihr habt bessere Möglichkeiten zu üben und euch einzubringen.“ Nach 25 Jahren freue er sich darauf, den Akt „Feuerwehrhaus Thalmässing“ bald schließen zu können. „Ich habe streckenweise nicht mehr daran geglaubt.“ Kurz und knapp hielt Kreisbrandrat Werner Löchl im Namen der Feuerwehrführungskräfte sein Grußwort. Er machte klar, dass ehrenamtliche Arbeit nichts koste. „Und wenn die Kosten um 300 Prozent steigen, kostet sie immer noch nichts.“ Für Kommandant Sebastian Schneider war der Grundstein gleichzeitig auch ein Meilenstein. Die Arbeit der Feuerwehr habe sich sehr verändert, die Technik habe sich weiterentwickelt, die Aufgaben seien gewachsen. Dafür benötige man mehr Platz. Die Feuerwehr habe deshalb Container aufgestellt, „Zirkuswagen“, wie manch einer gefrotzelt habe. „Deshalb ist heute ein wunderschöner Tag, weil ich weiß, jetzt geht es mit großen Schritten vorwärts.“ Die Feuerwehr sei auf den Neubau angewiesen, weil das alte Gebäude den Vorschriften nicht mehr entspreche und auch der Schulungsraum für die Ausbildung nicht mehr ausreiche. „Und das neue Haus ist auch für unseren Feuerwehrnachwuchs bestimmt.“

Mit freundlicher Genehmigung: Hilpoltsteiner Kurier – Text und Bilder: Andrea Karch; weitere Bilder Tina Stoll

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